Die Kraft des Salzes in den Worten und der Gnade im Vergeben - Teil 15/23
Aaron, gebrochen durch den Schmerz, bat Mose, für Mirjam einzutreten und den HERRN um ihr Leben anzuflehen. Und Mose, ohne zu zögern, erhob seine Stimme im Gebet. Er bat Gott, die Schwester zu heilen dieselbe, die so oft durch ihre Worte in rechter „Salzmenge“ die drei Geschwister verbunden hatte. Denn wie das Salz haben auch unsere Worte Macht. Richtig dosiert bewahren sie, stärken Bindungen und verleihen dem Leben Geschmack. Im Übermaß jedoch können sie verletzen, zerfressen und Herzen auseinanderreißen, die einst nahe beieinander waren. In diesem Gebet zeigt uns Mose, dass wahre Liebe keinen Groll hegt. Obwohl verletzt, vergalt er nicht. Er wählte, den Schmerz mit Gnade zu würzen und den Fehler mit Fürbitte zu bedecken. So wurde Moses Gebet zu einem Wohlgeruch der Versöhnung vor Gott und zu einer ewigen Lektion für uns: Wo zu viel Salz ist, soll die Süße der Gnade herrschen.