Eine Mutter, die gegen den Schatten der Sklaverei kämpfte - Teil 8/12
Heute betrachten wir die Geschichte der Witwe des verschuldeten Propheten in 2. Könige 4,1–7. Sie gehörte zum Volk Gottes. Ihr Mann war ein Prophet, ein gottesfürchtiger Mann doch er starb und hinterließ Schulden, die sie nicht bezahlen konnte. In der Kultur des Alten Vorderen Orients lebten Witwen in tiefer Verletzlichkeit. Das Gesetz erlaubte es den Gläubigern, die Kinder als Knechte oder Sklaven zu nehmen, um die Schuld zu tilgen 2. Mose 21,2; 3. Mose 25,39. Ohne Ehemann oder erwachsene Söhne hatte eine Frau keinerlei rechtlichen oder sozialen Schutz. Die Sicherheit einer Frau kam von den Männern im Haus. Mit ihrem Verlust verlor sie nicht nur die Begleitung, sondern auch ihre Würde, ihren Lebensunterhalt und sogar das Recht, ihre Kinder bei sich zu behalten. Stellt euch die Verzweiflung dieser Frau vor: Sie hatte bereits ihren Mann verloren und nun drohte man ihr auch noch, die Kinder zu nehmen, ihre letzte Hoffnung. Am äußersten Rand ihrer Not rief sie zum Propheten Elisa, ...