Noomi und Rut, Symbol eines aromatischen Geschmacks wie Oregano - Teil 1/7

Warum habe ich sie gewählt?
Weil sie Frauen sind, die in ihrer Lebensgeschichte den Schmerz des Verlustes, aber auch Reife, Beständigkeit und Herzenswärme tragen. Darum passen sie so gut zum Bild des Oreganos.

Oregano ist ein Kraut:
– widerstandsfähig, das auch in trockenem, steinigem Boden wächst,
– mit einem Duft, der Geborgenheit schenkt, vertraut und tröstend,
– von heilender, reinigender Kraft, das sanft auf innere Wunden wirkt,
– unscheinbar, und doch in der Lage, die ganze Atmosphäre zu verwandeln.

Beginnen wir mit Noomi – der „Oregano-Frau“.

Und wer war Noomi?
Ihr Name bedeutet „lieblich“, „angenehm“, „voll Freude“.
Sie war die Ehefrau von Elimelech und Mutter von Machlon und Kiljon.

Noomi war eine Israelitin, die wegen einer Hungersnot mit ihrer Familie nach Moab zog. Dort verlor sie ihren Mann und auch ihre beiden Söhne.

Sie stand plötzlich allein da – ohne Zukunft, ohne Hoffnung. Darum beschloss sie, in ihre Heimat zurückzukehren, und riet ihren Schwiegertöchtern, in Moab zu bleiben. Doch Rut hielt an ihrer Schwiegermutter fest und ging mit ihr nach Bethlehem.

In Bethlehem kam Noomi an verbittert, erschöpft, und doch mit einem Glauben, der tief in ihren Wurzeln weiterlebte: dem Vertrauen, dass der Herr für sie als Witwen sorgen würde.

Morgen werde ich weiter erzählen.

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