Sara die Safran-Frau - Teil 1/8

Safran ist das edelste, seltenste, zarteste und kostbarste Gewürz der Welt.
Sein Gewicht ist wertvoller als Gold.
Er wächst unter harten Bedingungen, braucht Geduld und Zeit, und seine Ernte geschieht Faden für Faden, mit äußerster Sorgfalt, aus den feinen Blüten des Krokus.

Sein Duft ist sanft, sein Geschmack eindringlich, seine Farbe leuchtet warm im Orangeton.
Ein kleiner Hauch genügt, um das Gewöhnliche in etwas Außergewöhnliches zu verwandeln.

Und warum nennen wir Sara die Safran-Frau?

Weil Safran dort blüht, wo sonst nichts wächst.
So war auch Saras Geschichte sie glaubte nicht mehr, dass sie Mutter werden könnte.

Safran entsteht in trockenem, kaltem, steinigem Boden.
Er blüht genau dann, wenn andere Blumen sich zurückziehen.
Ebenso blühte Sara auf, als es menschlich gesehen längst zu spät war.

Ihr Schoß, für tot und unfruchtbar gehalten, wurde zum Garten der Verheißung.
Das Wunder Saras kam nicht in den Jahren ihrer Jugend, sondern im kargen Boden der Unmöglichkeit.

Wie Safran blühte Sara entgegen allen Vorhersagen.
Und ihr Leben wurde zum Zeichen: Bei Gott ist es niemals zu spät und kein Boden ist zu unfruchtbar, als dass seine Verheißung nicht aufblühen könnte.

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