Elkana, ihr Mann, ihre Not wahrnahm - Teil 4/12
In der Geschichte Saras haben wir gesehen, wie wichtig es damals war, dass eine Frau Kinder gebar. Eine Frau, die unfruchtbar war, galt als von Gott verflucht man nannte sie grausam „unfruchtbarer Schoß“.
In diesem Umfeld begegnen wir Hanna. In 1. Samuel 1,8 lesen wir, dass Elkana, ihr Mann, ihre Not wahrnahm.E r sah ihre verweinten Augen, ihr niedergeschlagenes Gesicht, er bemerkte, dass sie nicht essen wollte. Und in liebevoller Fürsorge gab er ihr doppelte Anteile ein Zeichen, dass ihr Wert weit über die Mutterschaft hinausging.
Elkana hätte Hanna verachten können. Er hatte ja schon Kinder mit Peninna. Er hätte sie als Last empfinden können, als eine Frau, die mit ihrer Traurigkeit die Freude der Feste verdarb.
Doch das tat er nicht. Elkana liebte sie. Er sah die Frau jenseits der Unfruchtbarkeit, er verstand ihren Schmerz – und er blieb treu an ihrer Seite, geduldig und voller Zärtlichkeit.
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