Hanna, die Mutter des Propheten Samuel - Teil 1/12
Diesmal haben wir zwei Gewürze:
Der Fenchel mild im Geschmack, leicht süßlich, er tröstet den Gaumen und beruhigt das Herz. Sein süßer Duft trägt mich zurück in meine Kindheit, in die einfache Küche, erfüllt von der Fürsorge meiner Mutter.
Und die Zitrone vielseitig und unentbehrlich. Sie würzt Speisen, verfeinert Marinaden, bereichert Desserts. Die Zitrone ist säuerlich, intensiv, mit einem unverwechselbaren Aroma. Für sich allein kann sie zu stark erscheinen, doch im richtigen Maß weckt sie Geschmack, reinigt, bewahrt und schenkt neuem Leben, was zuvor fade war.
So ist auch Hanna, die Mutter des Propheten Samuel:
Sanftheit, die sich in Gebet verwandelt, Stärke, die aus Schmerz geboren wird.
Eine Frau, die tiefe Wunden trug, und sie doch mit Schweigen und Würde hütete.
Vor Menschenaugen war Hanna unfruchtbar, gedemütigt, vergessen.
Vor Gottes Augen aber war sie kostbar und zutiefst geliebt.
Ihr größter Wunsch war schlicht und rein: Mutter zu sein.
Sie kannte wie kaum eine andere den langen Weg des Wartens.
Und so wie auch ich fünfzehn Jahre auf meinen Sohn wartete, ging Hanna diesen Weg unter Tränen bis ihr Gebet sich in ein Wunder verwandelte.
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