Hanna, unsere Frau mit der Sanftheit des Fenchels - Teil 2/12

Wie der Fenchel mit seinem milden, süßlichen Geschmack den Gaumen beruhigt und das Herz tröstet, so lebte auch Hanna mit einer stillen, tiefen Sehnsucht in ihrem Inneren.

Ihr Wunsch nach einem Kind war zunächst verbunden mit dem, was in ihrer Zeit natürlich und erwartet war: ihrem Mann einen Erben zu schenken, der den Namen der Familie weiterführte.

Damals in Israel bedeutete ein Sohn weit mehr als persönliche Freude er war Ehre und Sicherheit.
Ein Sohn trug die Familienlinie weiter, bewahrte das Andenken der Eltern und hielt die Geschichte des Hauses lebendig. Und noch mehr: Im Alter, besonders wenn die Frau verwitwete, war es der Sohn, der zum Halt wurde zur Stimme des Schutzes und zur Quelle der Versorgung für die Mutter.

Für eine Frau in diesem Umfeld bedeutete ein Sohn nicht nur Zuneigung oder persönliche Erfüllung.
Ein Sohn stand für Würde, für Zukunft, für die Bestätigung, dass ihr Leben verwurzelt war und in der Gemeinschaft Anerkennung fand.

Darum wurde Unfruchtbarkeit als schwere Last empfunden als Schande, aber zugleich auch als tiefer Schmerz der Seele. Doch wie Fenchel mit seiner sanften Süße Heilung bringt, so verwandelte sich Hannas Schmerz in Gebet und ihr Herz wurde zum Duft einer Hoffnung, die Gott erhörte.


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