Hannas Glaubens stieg wie der Duft des Fenchels zum Thron Gottes auf - Teil 10/12

Im stillen Heiligtum trat Hanna ein, beladen mit den Jahren des Wartens.
Peninna hatte sie mit der Säure einer Zitrone oft durch harte Worte verletzt. Doch nun, vor dem Herrn, antwortete Hanna nicht mit Bitterkeit. Sie ergoss sich in Gebet.

Ihre Tränen flossen lautlos, ihre Lippen bewegten sich ohne Stimme.
Es waren keine Reden nur der stumme Schrei einer gequälten Seele.
Sie war wie der Fenchel: sanft, süß und unauffällig nicht darauf bedacht, gesehen zu werden, und doch erfüllte sie den Raum mit dem Duft der Hoffnung.

Hanna legte ein Gelübde vor dem Herrn ab:
Wenn er ihr einen Sohn schenken würde, wollte sie ihn ihm zurückgeben für alle Tage seines Lebens. In diesem Moment verwandelte sich ihr Schmerz in Hingabe.
Und ihr Gebet wurde nicht nur eine persönliche Bitte, sondern ein Samenkorn der Verheißung.

Der Priester Eli beobachtete sie aus der Ferne und verstand sie zunächst nicht. Doch der Herr verstand jede Träne. Die Sanftheit von Hannas Glauben stieg wie der Duft des Fenchels zum Thron Gottes auf und ihr Flehen wurde vom Vater erhört.


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