Ein Glaube, der stärker ist als Verletzungen - Teil 5/9

In jenem Dialog gab es eine Glaubensprüfung und eine tiefe Lektion. Jesus gebrauchte das Bild der kleinen Haus-Hündlein, die unter dem Tisch die Krümel essen. Die Frau nahm den Vergleich nicht als Beleidigung, denn ihr Blick war auf etwas Größeres gerichtet: die Heilung ihrer Tochter. Sie zeigte einen beharrlichen Glauben und eine Entschlossenheit, die nicht aufgab.

Wir leben in einer Zeit, in der viele Herzen empfindlich und verletzlich sind und auch unseres ist davor nicht sicher. Ein schiefes Wort, ein missverstandener Blick, ein unerwartetes Schweigen und schon fühlen wir uns verletzt, abgelehnt oder beleidigt.

Doch was steckt wirklich dahinter?
Oft sind es alte, ungelöste Wunden: Ablehnungen aus der Kindheit, ungerechte Vergleiche in der Jugend, Kritiken, die sich in innere Stimmen verwandelt haben: „Du bist nie genug.“ Solche unheil gebliebenen Verletzungen schaffen in uns ein Verteidigungssystem, das wir durchs Leben tragen. Doch heute ist ein Tag, an dem wir für Heilung beten.

Die syrophönizische Frau hatte keinen verletzten Stolz – sie hatte einen geheilten Glauben.
Und genau das wollen wir: einen Glauben, der frei ist von Kränkungen. Erinnere dich heute im Laufe des Tages an das, was dein Herz verletzt und geprägt hat, und bringe es dem Herrn. ER allein kann heilen.

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