Maria, die Süße, die standhielt - Teil 8/11
Aber nichts konnte Maria darauf vorbereiten, Jesus zwischen Himmel und Erde hängen zu sehen gekreuzigt wie ein Verbrecher. Sie war da. Am Fuß des Kreuzes. Ohne zu fliehen. Ohne zu schreien. Ohne Erklärungen zu fordern. Sie war da als Mutter, deren Herz von einem Schwert durchbohrt wurde. Sie war da als Dienerin standhaft, still, ganz.
„Maria aber stand bei dem Kreuz Jesu …“ Johannes 19,25
Maria fiel nicht. Sie zerbrach nicht. Sie blieb stehen wie jede Mutter, die Gott vertraut. Denn der Honig ihrer Seele war aus Gehorsam, Vertrauen und Hingabe gemacht. Sie wusste um ihre Rolle in der Geschichte der Menschheit.
Und wir? Kennen wir unsere Rolle in dieser Welt als Kinder Gottes?
Maria wusste um den Plan Gottes für das Leben ihres Sohnes: Er sollte für die Sünden der Menschheit sterben auch für ihre eigenen. Während viele redeten, spotteten, diskutierten oder weinten, trug Maria im Schweigen den tiefsten Schmerz, den ein Mensch ertragen kann: das unschuldige Leiden ihres Sohnes. Doch sie stellte den göttlichen Plan nicht infrage. Sie klagte nicht. Sie lief nicht davon. Sie blieb.
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