Simeon und Hanna, die Erfüllung der Verheißung im Tempel - Teil 7/11
Am achten Tag brachten Maria und Josef Jesus in den Tempel, um ihn nach dem Gesetz Moses beschneiden zu lassen. Ein schlichter Akt des Gehorsams und doch wurde dieser Tag zu einem ewigen Zeichen.
Dort war Simeon, ein gerechter und gottesfürchtiger Mann, dem der Heilige Geist verheißen hatte, er werde nicht sterben, bevor er den Christus des Herrn gesehen habe. Seine vom Alter müden Augen füllten sich mit neuem Leben, als der Geist ihn genau in diesem Moment in den Tempel führte. Er nahm das Kind in seine Arme und sprach voller Dank:
„Nun, Herr, entlässt du deinen Diener in Frieden; denn meine Augen haben dein Heil gesehen.“
Es war, als bestätigte der ganze Himmel, was Maria schon im Herzen wusste: Dieses Kind war der Messias, der Retter, der Sohn Gottes. Auch die Prophetin Hanna war dort hochbetagt, seit Jahrzehnten Witwe, Tag und Nacht im Tempel im Gebet und Fasten. Auch sie wartete auf die Erlösung Jerusalems und erkannte in diesem Kind die verheißene Hoffnung. Mit Freudentränen verkündete sie allen, dass die Erlösung Israels gekommen sei.
Im Tempel von Jerusalem erhoben sich zwei betagte Stimmen Simeon und Hanna zu einem einzigen Zeugnis: Der Messias war gekommen. Der Sohn Gottes in den Armen seiner irdischen Eltern, und zugleich in den Armen der erfüllten Verheißung Gottes.
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