Die stillen Marthas der Gemeinde - Teil 9/10

Martha erinnert mich auch an unsere Gemeinden.
Wie oft sind es diese „Marthas“, die vor dem Gottesdienst die Toiletten reinigen, den Kaffee zubereiten, den alle nachher genießen, die Stühle aufstellen, das Geschirr spülen und sich um all die kleinen Details kümmern, die kaum jemand wahrnimmt?

In großen Kirchen mag es Firmen geben, die für Reinigung und Ordnung zuständig sind. Aber in kleinen Gemeinschaften gibt es immer eine stille Martha, ein Herz voller Hingabe, das früher kommt und später geht. Sie sucht keine Bühne, sie sucht keine Anerkennung. Und oft erhält sie keinen Applaus, keine Ehrung manchmal nicht einmal ein einfaches „Danke“.

Doch gerade diese stille Treue trägt das Leben der Gemeinde. Während einige auf der Kanzel stehen, sind es die unsichtbaren Hände dieser Frauen, die den Raum einladend, sauber und bereit machen, damit Menschen Jesus begegnen können. Sie sind die Petersilie des Gemeindelebens: unscheinbar, aber unverzichtbar. So wie Petersilie einem Gericht Frische verleiht, ohne im Mittelpunkt zu stehen, verwandeln diese Frauen die Gemeinde mit einfachen, aber wesentlichen Gesten.

Ohne sie fehlt etwas. Mit ihnen hat alles den Geschmack von Fürsorge und den Duft der Liebe.

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