Mirjam, das Salz des Lobes - Teil 8/23
Nach dem Durchzug durch das Rote Meer, als sich die Wasser über die Ägypter schlossen und das Volk mit eigenen Augen das Heil des Herrn sah, trat Mirjam wieder hervor. Mirjam war nicht mehr das Mädchen, das einst den Korb am Ufer bewachte. Jetzt war sie Prophetin, Führerin, die Stimme, die die Herzen des Volkes erweckte. Mit der Pauke in den Händen stellte sich Mirjam an die Spitze der Frauen und führte sie im Lobpreis und Tanz vor dem Herrn. Ihr Lied hallte voller Kraft und Freude:„ Singt dem HERRN, denn er ist gut! Herrlich hat er sich verherrlicht: Ross und Reiter warf er ins Meer!“ 2. Mose 15,21.
Es war ein spontaner Gottesdienst, geboren aus dem Sieg, aus der Erleichterung, aus der Gewissheit, dass Gott treu ist. Die Hände schlugen die Tamburine, die Füße tanzten über den noch feuchten Sand, und die Stimmen vereinten sich im Dank. Mirjam war das Salz, das diesen Moment mit Anbetung würzte. Ihre Führung lag nicht im Schwert, sondern in der Musik; nicht in der Macht, sondern im Lob. An diesem Tag bekannte das Volk: „Der HERR ist unser Befreier.“
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