Das Volk Kanaans und das Maß der Bosheit - Teil 6/24
Die Kanaaniter waren das Volk, das im Land wohnte, das Gott Israel bereits zu Abrahams Zeiten verheißen hatte. Von außen betrachtet lebten sie in befestigten Städten, wohlhabend, kulturell reich und scheinbar unbesiegbar. Doch in den Augen Gottes war dieses Land durch die geistliche und moralische Verdorbenheit seiner Bewohner befleckt.
Ihre Götzenverehrung war keine harmlose Religiosität, sondern ein Kult, der alles zerstörte, was er berührte. Sie dienten Göttern wie Baal und Astarte, und brachten ihnen nicht nur Weihrauch und Opfergaben dar, sondern sogar das Kostbarste: ihre eigenen Kinder. Kinder wurden lebendig im Feuer verbrannt, Männer und Frauen gaben sich ritueller Tempelprostitution hin, in dem Glauben, ihre Götzen damit zufriedenzustellen.
Was wie Kultur aussah, war in Wahrheit Verderben; was wie Glaube erschien, war die Zerstörung von Leben und Würde. Deshalb sagt die Bibel, dass „das Maß der Bosheit“ der Kanaaniter voll geworden war 1. Mose 15,16. Der Herr, gerecht und heilig, konnte diese Verderbnis nicht endlos dulden. Die Einnahme des Landes durch Israel war nicht nur eine territoriale Eroberung, sondern ein göttliches Gericht über ein Volk, das Gewalt, Götzendienst und Perversion gewählt hatte.
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