Die Angst des Königs und der Mut Rahabs - Teil 4/24

Trotz des geschäftigen Treibens in Jericho entging den wachsamen Augen der Stadt die Ankunft der beiden Fremden nicht. Schon bald erreichte die Nachricht den Palast: „Siehe, in dieser Nacht sind Männer von den Söhnen Israels hierhergekommen, um das Land auszukundschaften.“ Josua 2,2

Das Herz des Königs bebte. Er wusste, dass es sich nicht um gewöhnliche Reisende handelte. Über Jericho lag längst eine Wolke der Furcht: man hatte von den Siegen Israels gehört und wusste, dass ihr Gott mächtig war. Jeder Fremde konnte ein Feind sein. Sofort schickte der König Soldaten zum Haus Rahabs, denn ihr Haus an der Mauer war ein Ort, an dem oft Fremde einkehrten.

Und Rahab? Ihr Herz muss in diesem Moment schneller geschlagen haben. Sie hätte die Kundschafter ausliefern und ihr eigenes Leben schützen können. Doch trotz der Angst siegte der Mut. Sie erkannte, was die Männer von Jericho nicht sahen: der Gott Israels ist der lebendige Gott. Und so entschied sie sich, mit Weisheit und Mut, auf der Seite des Herrn zu stehen.

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