Die Angst in Jericho und das Haus Rahabs - Teil 3/24
Nachdem Israel den Jordan überquert hatte, rückten sie nach Jericho vor und die ganze Stadt lebte in Alarmbereitschaft. Der König von Jericho dessen Name in der Bibel nicht genannt wird war die letzte Bastion, bevor Israel in das verheißene Land eintreten konnte. Er regierte eine Stadt, die von mächtigen Mauern umgeben war, doch sein Herz und das seines Volkes waren bereits vom Schrecken erfüllt. Alle hatten vom Gott Israels gehört: vom Schilfmeer, das sich geteilt hatte, von den Siegen über die amoritischen Könige Sihon und Og und vom Heer, das unter der Wolken- und Feuersäule voranschritt.
Als die Kundschafter, die Josua ausgesandt hatte, in die Stadt kamen, suchten sie nicht den Palast oder die öffentlichen Plätze auf. Sie gingen in das Haus Rahabs, der Prostituierten. Auf den ersten Blick scheint das ungewöhnlich, doch es ergab Sinn: Häuser an den Mauern, wie das von Rahab, lagen an Orten mit regem Durchgangsverkehr, wo Fremde und Händler leicht untertauchen konnten. Dort konnten sie kommen und gehen, ohne sofort Verdacht zu erregen. Ein unerwartetes Versteck – aber von Gott sorgfältig vorbereitet.
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