Die Töchter Zelofhads, der Mut, der das Gesetz veränderte - Teil 4/16

Paprika wirkt so: Sie kommt mit Intensität ins Gericht, nicht nur, um den Geschmack zu verändern, sondern um Leben, Wärme und Farbe hineinzubringen. So waren die Töchter Zelofhads: intensiv, mutig und lebendig in ihren Worten. Ihre Rede war nicht nur ein rechtlicher Anspruch, sondern ein Gewürz, das die Sache erwärmte, der Geschichte Israels Farbe verlieh und das Andenken an einen treuen Vater würzte. Ich frage mich: Hatten sie keine Onkel oder nahe Verwandte, die ihre Sache hätten vertreten können? Die Bibel erwähnt es nicht. Doch ohne Erbe wären sie verletzlich gewesen, abhängig vom guten Willen anderer Männer.

Die Schrift aber erinnert uns daran: Gott ist der Vater der Waisen und der Beschützer der Witwen. Er sah schon immer die Notwendigkeit, die Würde der Frauen zu bewahren und zu schützen. Als die Töchter Zelofhads ihre Bitte vorbrachten, entschied Mose nicht allein — er legte den Fall dem Herrn vor. Und Gott antwortete klar und gerecht: „Was die Töchter Zelofhads verlangen, ist recht.“ 4. Mose 27,7

An jenem Tag setzte der Herr ein neues Gesetz in Israel ein: Wenn es keine Söhne gab, sollten die Töchter das Erbe erhalten. Der Mut dieser fünf Schwestern prägte nicht nur ihre Generation, sondern öffnete den Weg für die kommenden.

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