Rahab, der Mut, der sich auf dem Dach verbarg - Teil 12/24

Rahab, die Curry-Frau, trug in sich eine Mischung aus Schmerzen und Narben, aber auch eine unerwartete Kraft wie ein Gewürz, das brennt und doch Leben schenkt. Als die Kundschafter Israels ihr Haus betraten, wusste sie: Das war der entscheidende Moment. Der König von Jericho hatte bereits Boten geschickt und befohlen, sie auszuliefern. Hätte sie gehorcht, wäre sie sicher gewesen in den Augen der Stadt. Doch ihr Herz wählte einen anderen Weg.

Rahab wagte es. Sie stellte sich gegen die höchste Autorität ihrer Stadt nicht mit Waffen, sondern mit Klugheit und einem Glauben, der still in ihr zu wachsen begann. Mit festen Schritten führte sie die Männer hinauf auf ihr Dach. Dort, zwischen Bündeln von Flachs, die zum Trocknen ausgebreitet lagen, versteckte sie sie. Der Nachtwind spielte mit den Halmen, als ob die Schöpfung selbst half, das Geheimnis zu verbergen, das Rahab mit so viel Mut schützte.

Unten pochten die Soldaten an die Türen, schrien nach Antworten. Doch oben, auf dem Dach, schrieb Gott eine neue Geschichte. Während der König auf seine Mauern aus Stein vertraute, wählte der Herr das einfache Dach einer Prostituierten, um Seinen Rettungsplan zu entfalten. Ein starkes Bild: Ein König in Angst um seine Stadt und eine verachtete Frau, die dem wahren Gott Raum in ihrem Haus gab.

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