Mordechai, der Gärtner der Königin - Teil 2/12

Gott hatte bereits Mordechai, ihren Vetter, dazu bestimmt, der Hüter ihres Lebens zu sein.  Er nahm sie wie eine Tochter auf, tränkte ihre Kindheit mit Werten, Glauben, Weisheit, Fürsorge und Hoffnung ohne zu wissen, dass er eine Königin vorbereitete. 

Sie lebten in Susa, der majestätischen Hauptstadt Persiens, im Gebiet des heutigen Iran. Dort, inmitten eines fremden Landes, in dem viele Juden versuchten, fern von ihrem Erbe zu überleben, nahm Mordechai Hadassa unter seine Flügel. Er beschützte sie nicht nur, sondern lehrte sie auch, ihre Identität zu bewahren, ihre Wurzeln zu schätzen und vor allem den Gott Israels zu fürchten. In dieser stillen und beständigen Fürsorge wuchs Hadassa heran schlicht wie die Myrte, aber bereit, zur rechten Zeit wie ein Stern zu erstrahlen.

So wie die Vanille Wärme, Schatten, ausgeglichene Feuchtigkeit und ständige Pflege braucht, um ihre Schönheit und ihren Duft zu entfalten, so brauchte auch Hadassa eine Umgebung voller Schutz und Liebe, um aufzublühen. Und Mordechai wurde zu diesem Gärtner: geduldig, aufmerksam und hingebungsvoll er hütete sie mit dem Herzen eines Vaters.

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