Nelke und Zimt: Der Glaube, der Generationen prägt - Teil 3/7

Timotheus war der Sohn von Eunike, einer frommen Jüdin, und eines griechischen Vaters, wie uns Apostelgeschichte 16 berichtet. Sie lebten in Lystra, in der Region Anatolien dem heutigen Gebiet der Türkei. Wahrscheinlich stammte auch seine Großmutter Lois von dort.

Lois und Eunike bewahrten den Glauben an den Gott Israels in ihren Herzen und nahmen später Christus durch die Predigt des Apostels Paulus an. Wir wissen nicht genau, welche täglichen Aufgaben Lois hatte, doch können wir sie uns als eine ältere Frau vorstellen, die dem Haus, der Fürsorge der Familie und vor allem der Weitergabe des Glaubens gewidmet war.

Es war unter den jüdischen Frauen üblich, die Kinder schon früh mit den Schriften vertraut zu machen. So hörte Timotheus bereits als kleiner Junge die Geschichten des Gesetzes und der Propheten und lernte die Wege des Herrn in seinem eigenen Zuhause kennen. Paulus bestätigt dies in 2. Timotheus 3,15:
„Und weil du von Kindheit an die Heilige Schrift kennst, die dich unterweisen kann zur Seligkeit durch den Glauben an Christus Jesus.“

Dass Paulus Lois namentlich erwähnt, ist ein kostbares Detail: Es zeigt, dass ihr Glaube so eindrücklich war, dass er nicht übersehen werden konnte. Sie war in der frühen christlichen Gemeinde als Beispiel der Hingabe bekannt – wie Nelke und Zimt, deren Duft bleibt.

So wurde der Glaube von Generation zu Generation weitergegeben: von der Großmutter zur Mutter, von der Mutter zum Sohn. Und durch die Treue dieser beiden Frauen erhob Gott Timotheus, einen Hirten und Gefährten des Apostels Paulus, der zur Stimme der Hoffnung für viele wurde.

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