Nelke und Zimt: Der kostbare Glaube, der Generationen durchdringt - Teil 2/7

Zimt war in der Antike so selten und kostbar, dass er als Geschenk für Könige galt und sogar in heiligen Ritualen verwendet wurde. Im Alten Ägypten war er Teil der Einbalsamierung und wurde als Weihrauch den Göttern dargebracht. In der Bibel erscheint er als Bestandteil des heiligen Salböls (2. Mose 30,23) ein Hinweis auf seinen geistlichen Wert. Im Mittelalter wurde er zum Symbol des Luxus, zugänglich nur für Adlige und wohlhabende Familien.

Deshalb habe ich Eunike und Lois als Nelke und Zimt des Glaubens gewählt.
Zusammen verkörpern sie diese vollkommene Mischung: Süße und Standhaftigkeit, Wärme und Intensität, ein Glaube, der von der Mutter zum Sohn und von der Großmutter zum Enkel weitergegeben wurde.

Der Apostel Paulus erkennt dieses Erbe in 2. Timotheus 1,5 an:
„Ich erinnere mich an deinen ungeheuchelten Glauben, der zuerst in deiner Großmutter Lois und deiner Mutter Eunike gewohnt hat; ich bin aber überzeugt, auch in dir.“

So waren Lois und Eunike: zwei Frauen, die Generationen mit lebendigem Glauben prägten.
Lois, die Großmutter, fest wie die Nelke, hinterließ tiefe Spuren und übergab Eunike ein unerschütterliches geistliches Erbe. An der Seite ihrer Tochter half sie, Timotheus zu erziehen.
Eunike, süß wie der Zimt, goss dieses Erbe mit Zärtlichkeit, Fürsorge und beständigem Lehren.

Paulus erkannte in dieser Familie etwas Seltenes und Kostbares: einen echten, unverfälschten Glauben, der von innen nach außen erblühte. Einen Glauben, der wärmt, bewahrt und Geschmack gibt wie der unvergessliche Duft von Nelke und Zimt.

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