Nelken und Zimtglaube: Das Erbe von Lois und Eunike in Timotheus - Teil 7/7
Timotheus war jung, schüchtern und von schwacher Gesundheit, doch in ihm lebte die Kraft eines Glaubens, der im Elternhaus geerbt, gepflegt und gestärkt worden war. Paulus vertraute ihm so sehr, dass er ihm große Verantwortung übertrug: die Gemeinde in Ephesus zu leiten, falschen Lehrern zu begegnen und das Wort Gottes mutig zu verkünden.
Lois und Eunike waren wie Nelke und Zimt im Leben von Timotheus. Die Nelke, intensiv und bewahrend, symbolisiert den festen Glauben der Großmutter, die Generationen getragen hat. Der Zimt, süß und tröstend, erinnert an die Fürsorge der Mutter, die das Herz des Sohnes mit Zärtlichkeit und Unterweisung nährte. Gemeinsam würzten sie sein Leben so, dass er trotz aller Kämpfe fest, fruchtbar und treu dem Herrn blieb.
Was für eine kraftvolle Lektion! Eine betende Großmutter und eine lehrende Mutter können einen Pastor hervorbringen, einen Missionar, eine weise Frau, einen Mann des Glaubens. Das Erbe von Lois und Eunike beweist, dass der im Haus weitergegebene Glaube Generationen verändern und die Geschichte der Kirche prägen kann.
Eunike lehrt uns: Selbst in schwierigen Umständen einer gemischten Ehe, der geistlichen Abwesenheit des Mannes, einer heidnischen Kultur im Umfeld ist es möglich, Samen des Glaubens im Haus zu pflanzen. Heute sind viele von uns dazu berufen, Eunikes und Lois in unseren Familien zu sein: Frauen, die den Glauben an Kinder und Enkel weitergeben; Frauen, die einen Duft hinterlassen, den die Zeit nicht auslöscht; Frauen, die auch ohne Kanzel mit ihrem Leben und mit Liebe predigen.
Unterschätze nicht die Macht des Gebets, Mutter oder Großmutter, die du diese Zeilen liest. So wie die Samen, die Lois und Eunike pflanzten, in Timotheus aufblühten, werden auch deine Gebete und deine Lehre nicht vergeblich sein. Zur rechten Zeit wird der Herr deinen Glauben ehren und auf dein Rufen für deine Kinder und Enkel antworten.
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