Rahab, die Erlöserin ihres Hauses - Teil 18/24

Nie stellte sie sich selbst an die erste Stelle. Ihre Bitte begann nicht mit „Rette mich“, sondern mit „Rette meinen Vater, meine Mutter, meine Brüder und Schwestern...“. Erst am Ende, fast wie ein leises Flüstern, schloss sie sich selbst ein: „rette unser Leben“. "Lasst meine Eltern und Geschwister und alle ihre Angehörigen am Leben. Rettet uns vor dem Tod!" Josua 2:13

Vielleicht deshalb wurde ihre Geschichte zu einem Symbol der Erlösung. Die Frau, die das Stigma einer Prostituierten trug, wurde in die Genealogie Jesu aufgenommen, weil sie fähig war, den anderen vor sich selbst zu stellen. Rahab suchte nicht nur das Überleben; sie suchte die Erlösung für ein ganzes Haus.

Welch ein Kontrast zwischen Rahab und so vielen von uns, die so oft zu Gott mit Gebeten laufen, die sich nur um uns selbst drehen: „Herr, segne mich, bewahre mich, befreie mich, gib mir...“. Rahab, die Frau, die von ihrer Stadt als wertlos betrachtet wurde, hinterlässt uns eine kostbare Lektion: Wahre Liebe ist die, die sich selbst opfert und den anderen an die erste Stelle setzt. Wie oft stellen wir unsere persönlichen Wünsche über die unserer Liebsten? Wie oft bitten wir zuerst für uns, und vergessen, dass es einen Vater, eine Mutter, Geschwister, Freunde und sogar kommende Generationen gibt, die in unsere Gebete eingeschlossen werden sollten?

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