Vanille im Palast, Ester und die Fürsorge Mordechais - Teil 3/12

Vanille wächst nicht an jedem Ort: sie erfordert handwerkliche, zarte und geduldige Pflege. So war es auch im Leben von Hadassa. Mordechai behütete sie voller Zuneigung, tränkte ihre Kindheit mit Werten, Glauben und Hoffnung. Er hätte nie ahnen können, dass dieses Mädchen, so zerbrechlich wie eine Knospe kurz vor dem Aufblühen, in voller Pracht erblühen würde als Ester, ein Stern mitten im Palast, von Gott erwählt, um Sein Volk zu erleuchten und zu retten.

Doch Mordechais Fürsorge endete nicht, als sie in den Palast gebracht wurde. Selbst dort, zwischen Reichtum und verborgenen Gefahren, blieb er ihr schützender Schatten. Die Bibel berichtet, dass Mordechai täglich am Tor des Palastes stand, voller Sorge und Sehnsucht nach Nachrichten über die junge Frau, die er wie eine Tochter großgezogen hatte (Ester 2,11). Sein Vaterherz wich nicht von ihr, und seine Gegenwart, auch aus der Ferne, blieb die stille Pflege, die Ester aufrechterhielt.

So wie die Vanille selbst auf dem Höhepunkt ihrer Schönheit noch behutsam gepflegt werden muss, wurde auch Ester weiterhin durch Mordechais Weisheit und Fürbitte behütet. Er beschützte sie nicht nur in ihrer Kindheit, sondern führte sie auch in der Reife, leitete sie mit Einsicht und Mut angesichts der größten Herausforderungen ihres Lebens.

In Esters Geschichte erkennen wir: Auch wenn Gott uns in einen „Palast“ führt, brauchen wir Menschen, die uns an unsere Wurzeln, unsere Identität und unseren Glauben erinnern. Mordechai war diese beständige Stimme, der treue Schatten, der Ester vorbereitete, ihre Bestimmung zu erfüllen.

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