Abigajil war edel, weil sie demütig war, mächtig, weil sie den Frieden suchte. Teil 6/8
Sie verstand es, Wahrheit mit Mut und Diplomatie zu verbinden wie feine Kräuter, die den Geschmack mit Leichtigkeit und Tiefe ausgleichen.
Sie verhinderte, dass David eine Ungerechtigkeit beging.
Sie war die Frau, die den Impuls des zukünftigen Königs bremste ohne ihre Stimme zu erheben, ohne ihre Hände zu beschmutzen, allein mit Weisheit, die in Anmut gekleidet war.
Geliebte, die Gewänder der Gerechtigkeit Gottes sind keine äußeren Zierden, sondern geistliche Stoffe aus Vergebung, Demut und Gnade.
Sie sind nicht aus Seide, nicht aus feinem Leinen, nicht aus Gold gewebt.
Es sind keine neuen Kleider aus einem Laden.
Sie glänzen nicht in den Augen der Menschen, sind nicht genäht aus Ruhm, Religiosität oder vermeintlicher Perfektion.
Sie bestehen aus etwas viel Tieferem: aus der Vergebung, die erlöst, der Demut, die sich beugt, und der Gnade, die erneuert.
Wie viele von uns besuchen Gemeinden, tragen aber den Heiligen Geist nicht mehr in sich, weil wir denen nicht vergeben, die uns verletzt haben?
Wir warten darauf, dass sie zu uns kommen… doch warum gehen wir nicht selbst zu ihnen wie Abigajil?
Sie bereitete Köstlichkeiten und brachte sie David, der voller Zorn war.
Und wir? Wir können Blumen bringen, ein kleines Geschenk, ein liebevolles Wort eine Geste, die den Weg zur Versöhnung öffnet.
Denn wahrer Adel liegt darin, sich mit Gottes Gnade zu bekleiden und den Frieden zu wählen.
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