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Rahab, der Mut, den wahren Gott zu wählen - Teil 13/24

Es war, als hätte Rahab der ganzen Stadt Jericho gesagt: „Ich habe meine Seite bereits gewählt. Der Gott Israels ist der wahre Gott, und ich vertraue Ihm mehr als auf Mauern oder Schwerter.“ Ihre Worte gaben nur das wieder, was längst in ihrer Seele geschrieben stand. Sie sagte zu den Kundschaftern: „Alle in unserem Land verzagen vor eurem Gott, denn wir haben gehört, was Er in Ägypten, am Schilfmeer und gegen die Könige getan hat, die niemand besiegen konnte.“ Josua 2,9–11 Rahab wohnte in einem Haus, das in die Stadtmauer hineingebaut war. Von dort ließ sie die Kundschafter mit einem Seil aus dem Fenster hinab. Tief in ihrem Inneren wünschte sie sich nicht nur Rettung für diesen Moment, sondern Befreiung von den unsichtbaren Ketten, die ihr Leben gefangen hielten.

Rahab, die Frau, die an den Fall der Mauern glaubte - Teil 10/24

Als die zwei Kundschafter Israels ihr Haus betraten, sah Rahab in ihnen mehr als nur Fremde. Sie erkannte die Gelegenheit, auf die sie so lange gewartet hatte: die Chance, der Unterdrückung zu entkommen, in der sie und ihre Familie unter der kanaanäischen Kultur gefangen lebten. In ihrem Herzen reifte eine Entscheidung: Sie würde alles tun, damit diese Mauern einstürzen. Es waren nicht nur Steine, die sie einschlossen, sondern unsichtbare Ketten, die ihre Seele gefangen hielten. Rahab hatte schon von dem Gott Israels gehört vom Schilfmeer, das sich öffnete, von den Königen, die besiegt wurden, von der treuen Fürsorge dieses Gottes in der Wüste. Und in ihr wuchs die Gewissheit: Kein anderer Gott, keine menschliche Macht konnte ihr die Freiheit schenken, nach der sie sich sehnte. Nur der lebendige Gott. Und wir? Glauben wir wie Rahab, dass unser Gott noch immer Mauern zum Einsturz bringt, Fesseln löst und Wege öffnet, wo es keinen Ausweg zu geben scheint?

Die Töchter Zelofhads, der Mut, den Segen zu erben - Teil 3/16

Die Worte der fünf Schwestern tragen mehr als nur eine Bitte um Erbe: Sie tragen Erinnerung, Ehre und Treue. Als sie erklärten, dass ihr Vater nicht an der Rebellion Korachs teilgenommen hatte, berichteten sie nicht nur ein historisches Detail sie erhoben ein Banner der Integrität. Zelofhad hatte sich nicht mit der Ungehorsamkeit vermischt, er ließ sich nicht von Spaltung hinreißen, er gab sein Leben nicht der Rebellion hin. Er blieb treu, auch mitten in einem Volk, das murmelte und sich gegen Gott auflehnte. Diese Treue durfte nicht ausgelöscht werden. Darum traten die Töchter mit brennendem Mut vor Mose, den Priester Eleasar und die ganze Gemeinde. Sie baten nicht um Almosen, sie forderten ihr Erbe. Sie beanspruchten keine Gunst, sondern ein Recht. Das Recht, dass der Segen der Treue ihres Vaters auch über ihnen ruhte. Sie verteidigten den Namen ihres Vaters, bewahrten seine Ehre und erklärten: Wenn er treu war, dann werden auch wir treu sein. Und dort, vor allen, wurden ihre Stimme...

Marias Demut, ein Herz, das den Retter braucht - Teil 5/11

Maria wurde vom Engel „ seliggepriesen “ genannt doch in ihrem Lobgesang bekannte sie: „Ich brauche einen Retter.“ „ Glückselig bist du, die geglaubt hat! Denn es wird erfüllt werden, was der Herr dir gesagt hat. “ Lukas 1,45  So ehrte Elisabet Maria nicht wegen ihrer Stellung, sondern wegen ihres Glaubens. Nicht wegen Titeln, sondern weil sie vertraute. Und Maria, mit der Sanftmut und Aufrichtigkeit einer, die ihr eigenes Herz kannte, antwortete:  „Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich über Gott, meinen Retter. “ Lukas 1,46–47 Obwohl sie erwählt war, den Sohn Gottes zu gebären, stellte Maria sich nie über andere.  Sie wusste, wer sie war: eine Dienerin. Und sie wusste, wer Gott war: ihr Retter.  Maria sah sich nicht als Retterin, sondern als eine, die durch Gnade gerettet wurde. Sie erkannte ihre Kleinheit, ihre Abhängigkeit und ihr Vertrauen in den Gott, der rettet. Und wir? Was ist die Absicht unseres Herzens vor diesem herrlichen Gott?

Die kanaanäische Frau, Mut, der den Himmel bewegt - Teil 3/9

Die Geschichte der syrophönizischen Frau auch „kanaanäische Frau“ genannt  gehört zu den eindrucksvollsten Erzählungen des Neuen Testaments. Sie findet sich in den Evangelien: Matthäus 15,21–28 und Markus 7,24–30 Man kann sich gut vorstellen, dass die Jünger Jesu von der Kühnheit dieser Frau tief beeindruckt waren. Obwohl sie im Text nur kurz erwähnt wird, durchbrach sie kulturelle, soziale und geistliche Grenzen. Jesus sagte zu ihr: „Ich bin nur gesandt zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel… Es ist nicht recht, das Brot der Kinder zu nehmen und es den Hündlein hinzuwerfen.“ Auf den ersten Blick klingt diese Antwort hart, beinahe abweisend. Doch sie hatte ein Ziel: Jesus forderte diese Frau heraus, damit sie den Glauben offenbarte, der bereits in ihrem Herzen lebte. Er stand einer kanaanäischen Frau gegenüber und das hatte in jener Zeit ein großes Gewicht. Wer waren die Kanaanäer? Sie waren die ursprünglichen Bewohner des Landes Kanaan, das dem heutigen Israel, Palästina...

Abigajil war edel, weil sie demütig war, mächtig, weil sie den Frieden suchte. Teil 6/8

Sie verstand es, Wahrheit mit Mut und Diplomatie zu verbinden wie feine Kräuter, die den Geschmack mit Leichtigkeit und Tiefe ausgleichen. Sie verhinderte, dass David eine Ungerechtigkeit beging. Sie war die Frau, die den Impuls des zukünftigen Königs bremste ohne ihre Stimme zu erheben, ohne ihre Hände zu beschmutzen, allein mit Weisheit, die in Anmut gekleidet war. Geliebte, die Gewänder der Gerechtigkeit Gottes sind keine äußeren Zierden, sondern geistliche Stoffe aus Vergebung, Demut und Gnade. Sie sind nicht aus Seide, nicht aus feinem Leinen, nicht aus Gold gewebt. Es sind keine neuen Kleider aus einem Laden. Sie glänzen nicht in den Augen der Menschen, sind nicht genäht aus Ruhm, Religiosität oder vermeintlicher Perfektion. Sie bestehen aus etwas viel Tieferem: aus der Vergebung, die erlöst, der Demut, die sich beugt, und der Gnade, die erneuert. Wie viele von uns besuchen Gemeinden, tragen aber den Heiligen Geist nicht mehr in sich, weil wir denen nicht vergeben, die u...