Mirjam, die Hüterin in Zeiten der Finsternis - Teil 2/23

Die Geschichte von Mirjam beginnt in einem der dunkelsten Kapitel des Exodus.
Der Pharao, erfüllt von Angst, dass das Volk Israel in Ägypten zu zahlreich und zu stark werden könnte, verhärtete sein Herz und erließ einen grausamen Befehl:

„Werft alle neugeborenen hebräischen Jungen in den Nil, aber lasst die Mädchen am Leben.“ 2. Mose 1,22

Es war Angst, die sich als Macht tarnte. Der Pharao fürchtete, die Kontrolle zu verlieren, und um seinen Thron zu sichern, griff er zu einer Grausamkeit, die die Unschuldigsten traf.
Wie oft bringt menschliche Angst Unterdrückung, Gewalt und Tod hervor?

In dieser Zeit der Finsternis brachte Jokebed ihr drittes Kind zur Welt. Und als sie ihn ansah, erkannte sie: er war schön, kostbar in den Augen Gottes. Sie versteckte ihn drei Monate lang, riskierte ihr eigenes Leben, um ihren Sohn vor dem Todesurteil zu bewahren. Damals entschieden Könige, wer leben durfte und wer sterben musste. Doch das Herz einer Mutter erhob sich in Glauben und Mut. Und Mirjam, noch ein junges Mädchen, lernte schon früh, dass ihre Geschichte von Wachsamkeit, Schutz und Lobpreis geprägt sein würde denn selbst in der Dunkelheit bereitete Gott bereits die Erlösung vor.

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